Metall Element

Metall_Element_Banner_2016Nach der TCM ist das Element Metall mit der Energie „Trockenheit“ verbunden. Dazu gehören die Farbe weiß und ein scharfer Geschmack. Die Jahreszeiten betreffend, ist dem Metall der Herbst zugeordnet, von den Himmelsrichtungen dem Westen, im Leben eines Menschen dem Alter von etwa 55–60 Jahren (im Allgemeinen nach den Wechseljahren). Die Zeit des Metalls ist verbunden mit Reifung und nachfolgend mit dem Verwelken und Vertrocknen (Falten!), aber auch mit der Fähigkeit, sich durchzusetzen, mit Verantwortungsbewusstsein und Zielstrebigkeit, andererseits aber auch mit Gereiztheit, mit Weinen, Traurigkeit, schlechter Anpassungsfähigkeit und Pedanterie.

Lunge und Dickdarm sind dem Element Metall zugeordneten menschlichen Organe. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Lunge das Paarorgan des Dickdarms, und beide haben eine außerordentlich große Bedeutung, da diese Organe die Kommunikation mit der äußeren Welt steuern und als Vermittler wirken und das in beiden Richtungen. Sie haben zur Aufgabe, Stoffe und Reize von außen aufzunehmen (Sauerstoff, Geruchswahrnehmungen,…), aber auch ihre Beseitigung (Abfallstoffe und Gase). Die Lunge und der Dickdarm beeinflussen einander gegenseitig. Es ist zum Beispiel bekannt, dass tiefes Atmen die Peristaltik des Darms unterstützt, was auch durch die Tatsache bewiesen wird, dass Menschen, die an Verstopfung leiden, schwach und oberflächlich atmen. Allein schon das Atmen symbolisiert die Fähigkeit zu geben und zu nehmen. Der Atem ist in vielen Kulturen ein Synonym für Geist oder Seele. Atmen ist nicht nur eine Voraussetzung für das Leben, sondern es stellt auf metaphysischer Ebene unsere Verbindung und unseren Kommunikationskanal mit der Einheit des Kosmos dar. Der Gesundheitszustand der Lunge und des Dickdarms manifestiert sich direkt auf der Haut, das heißt, auf einem Organ, welches bei der Kommunikation mit der Außenwelt eine wesentliche Aufgabe hat. Wenn Lunge und Dickdarm ihre Arbeit nicht bewältigen und Schadstoffe nicht genügend aus dem Körper ausleiten, spiegelt sich das gerade auf der Haut wieder, die dann diese Schadstoffe ausscheiden muss. In China sagt man: „Was der Darm nicht ausscheidet, muss die Haut ausscheiden“.