Erd Element

Erde_Element_Banner_2016Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das Element Erde mit der Energie der Feuchtigkeit verbunden. Die Erde wird durch die Farbe gelb, die Geschmacksrichtung süß und durch die Mitte charakterisiert. Im Laufe des Jahres tritt die so genannte Zwischenperiode der Erde gleich mehrmals in Erscheinung, und zwar im Januar, im April, im Juli und im Oktober. Im Lebensverlauf des Menschen ist die Zeit der Erde verbunden mit Reife, die bei Frauen nach einer Geburt beginnt und mit dem Eintreten der Menopause endet. Die Periode der Erde deckt sich bei den meisten Menschen mit der Gründung einer Familie und mit dem Aufbau einer beruflichen Karriere. Mit der Zeit der Erde sind Sensibilität, Selbstverwirklichung, Stabilität, Ruhe, Sicherheit und Einfühlungsvermögen verbunden, andererseits aber auch Misstrauen, Unentschlossenheit und Trägheit.

Dem Element Erde wurden folgende Körperorgane zugeordnet: Milz, Bauchspeicheldrüse und Magen. Milz und Bauchspeicheldrüse gehören nach der TCM zum gleichen energetischen Kreis und haben gemeinsam mit dem Magen die Aufgabe, Energie aus der Nahrung zu gewinnen und umzuwandeln. Die Milz ist für die Verteilung der Körperflüssigkeiten (Körpersäfte), für eine ausreichende Versorgung der Muskeln und des Gewebes mit Nährstoffen und für die Bildung einiger spezieller Blutzellen verantwortlich. Ein unstillbarer Appetit auf Süßes, Cellulitis, kalte Hände und ein blasses Gesicht sind Anzeichen, die zumeist auf ein Problem mit der Milz hinweisen. Eine chronische energetische Unterversorgung der Milz und der Bauchspeicheldrüse hat eine negative Auswirkungen auf das Blut, emotionale Labilitäten führen schließlich zu einer allgemeinen Erschöpfung des Organismus. Im Gegenteil dazu gibt eine starke Milz geistige Frische, Stabilität und Ausgeglichenheit auch in höherem Alter.

Der Magen wird für das stärkste Organ, welches mit großer Widerstandsenergie disponiert, gehalten und erzeugt so eine Art Schutzschild. In China glaubt man, dass wenn die Organe der Erde in Ordnung sind, jede Krankheit geheilt werden kann, da nur die Harmonie dieser Organe optimale Bedingungen für die Widerstandsfähigkeit des Körpers schaffen. Eine energetische oder physiologische Schwächung des Magens zeigt sich nicht sofort, sondern erst nach langer Zeit schlechten Umgangs. Dabei kommt es nicht nur zu Magenschmerzen, sondern auch zu schlechtem Mundgeruch, Rülpsen, Verstopfung und ständigem Durstgefühl. Der Magen wird sehr oft durch psychische Probleme belastet und erzeugt auf materieller Ebene dann eine starke, ätzende Chlorwasserstoffsäure. Je mehr unbearbeitete Probleme sich anhäufen, desto mehr Säure wird gebildet, welche dann eine Übersäuerung des Magens und damit zusammenhängende gesundheitliche Probleme auslösen.